Donnerstag, 11. Dezember 2008

Der Preis der Freiheit...

eigentlich sollte Freiheit selbstverständlich sein, eigentlich.
Nun Sie ist es nicht und nicht jeder der Frei wirkt ist es auch.
Freiheit kann verschiedentlich geraubt werden.
Die offensichtlichen wie das Gefängnis sind uns allen klar, selbst unsere Kinder erkennen es schon.
Die weniger offensichtlichen sind schon schwieriger zu erkennen, so zb. "Ich bin der Verdiener, ich hab das sagen hier".
Am schlimmsten sind die heimlichen Unterdrücker, die seelischen Folterer, die dir sagen das du verstoßen wirst aus der Familie wenn du nicht tust was sie von Dir verlangen.
Die die Familienbande ausnutzen um einen zu erpressen, die dir mit ewiger Einsamkeit drohen.
Es gibt viele Formen der Freiheitsberaubung, die seelische empfinde ich als die schlimmste.

Nun weshalb schreibe ich das?
Ich hab die seelische Form am eigenen Leib erfahren, ich hab sie nach zwei Peinigern und über 20 Jahren einfach nicht mehr länger ertragen können, ich war ein Schatten meiner Selbst, ich wollte nicht mehr so weiter Leben.
Meine Kinder und meine, aufgrund der Unterdrückung, nur recht wenigen Freunde haben mich vor dem Suizid bewahrt.
Seit etwas über 2 Jahren bin ich nun frei.
Ich habe keine Familie mehr, das war mein Preis, sie haben sich von mir abgewandt.
Es wäre gelogen wenn ich behaupten würde, es täte nicht weh, es tut weh, es tut sogar sehr weh.
Warum? Ich weiß es nicht, denn eigentlich sind sie ja mit Schuld an meinen seelischen Wunden, aber es sind meine Eltern, auch wenn ich für sie scheinbar keine Bedeutung habe.
Ich lerne langsam Frei zu sein.
Ich lerne meine Freiheit zu geniesen, das verdanke ich vor allen, meinen Freunden, den die immer zu mir gehalten haben.
Die sich weder von meiner Vergangenheit noch von meinen Peinigern haben abschrecken lassen.
Ich habe meine Kinder und meine Freunde und lerne jeden Tag ein Stück mehr aufrecht zu gehen.
Last euch niemals einreden das ihr nichts Wert seid, jeder ist was Wert.
Jeder hat seine persönliche Freiheit verdient.

Kleine Anmerkung:
Ich weiß das es einfacher ist sich Wertlos zu fühlen, sich zu ergeben.
Ich weiß das diejenigen unter Euch die das Gefühl kennen denken
"WOW Die hat es geschafft."
Ja ich hab es ein Stück weit geschafft, ich habe den ersten und auch schwersten Schritt gemacht, aber es gibt immer noch die Zeiten wo ich mich ganz klein unter die Decke rolle und weine und denke ich bin nichts wert.
Über diese Momente helfen mir meine Freunde.
Einfach zu gehen reicht nicht, Hilfe ist dringend nötig.
Das lernen das man plötzlich Jemand ist, das ist sehr überwältigend.
Anfangs hab ich mich immer versteckt hinter meinem Freund, inzwischen trau ich mich sogar mit zu reden, doch das hat viel Zeit gekostet.
Manchmal geht es mir nicht schnell genug, und dann renne ich förmlich wieder rückwärts, aus Angst vor mir selbst.
Ich bin nun in einer Phase angelangt in der ich mich viel traue, mich aber im gleichen Augenblick ständig für alles entschuldige :)
Ein guter Schritt voran sagt meine Psychologin, das gehört dazu und gibt mir die nötige Sicherheit.
Ist noch ein langer Weg, aber das kann ich schon jetzt sagen,
ER IST ES WERT
Nun ist die kleine Anmerkung doch noch sehr lang geworden ^^

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