Freitag, 26. Dezember 2008

Die Sache mit dem Gewissen

Ich überlege nun schon die ganze Zeit hin und her.
Es lässt mir einfach keine Ruhe.
Entschuldigt ich sollte vielleicht doch erstmal schreiben wovon ich rede.
Also es geht um meine Kinder um den vorherigen Post und mehr...

Ich habe mich ja entschieden zu gehen, mich zu trennen.
Ich habe auch den Umzug gewählt um das ganze wirklich ganz klar zu machen.
Meine Wahl hatte Konsequenzen, die mir zum Teil bewusst waren und die ich so in Kauf genommen habe.
Meine Eltern haben sich von mir abgewandt, was mir bei meinem Vater egal war, da er zum Teil für diesen Schritt mit verantwortlich ist, bei meiner Mutter schmerzt das wohl sehr, auch wenn ich mich inzwischen damit abgefunden habe.
Für den Rest der Familie existiere ich einfach nicht mehr.
Einzig meine Großeltern stehen noch zu mir, dafür danke ich ihnen sehr.
Sie haben verstanden warum ich diesen Schritt gewählt habe, auch wenn sie sehr traurig sind das ich so weit weg gezogen bin, sie stehen zu mir.
Meine Kinder wollten damals und auch heute noch bei mir sein und sind so also mit mir mit gezogen, zumal mein Exmann sie nicht bei sich behalten wollte, keinen von ihnen.
Nach meinem Wegzug, durfte ich mir viel Schimpf und Schande anhören.
Böse Worte vielen viele und das nicht nur von meinem Exmann, sondern auch von den Großeltern der Kinder und anderen Verwandten und nun, nun kennt uns keiner mehr.
Warum schreib ich das hier?
Nun es stört mich nicht das man mich hier straft, dass ist mir egal, das war mir so klar.
Ich klage hier wegen meiner Kinder.
Haben die das verdient?
Wegen Ihnen fühle ich mich hier schuldig.
Schlimm genug das der Vater sie vergisst, Ihnen regelmäßig falsche Versprechungen macht.
Doch warum machen die anderen das?
Warum haben die Omas und Opas und Tanten und Onkel, die Kinder vergessen?
Keine Geschenke, keine Karte, nicht ein einziger Gruß.
Nun das zeigt mir einmal mehr das diese Familie es einfach nicht Wert ist ihnen auch nur eine Träne nach zu weinen.
Lügner, Blender, Schänder und Ichbezogene Ignoranten

Hoch leben meine Großeltern die einzigsten ehrlichen Menschen der Familie


Wem mach ich hier eigentlich was vor?
Ja ich habe uns die Freiheit geschenkt.
Die Freiheit endlich sein zu können wer wir sind.
Meine Kinder können sich frei entwickeln, gerade beim Großen kann man das ganz klar sehen.
Doch ich hab Sie auch der Familie geraubt und ich weiß einfach nicht ob das richtig war.
Wiegt die Freiheit den Verlust der Familie auf?
Zumal die Familie die Freiheit raubte.... oh verdammt es ist alles so verdammt kompliziert und konfus.
Ich hab Angst das die Jungs irgendwann einfach böse auf mich sein könnten.
Bisher hatte ich nicht das Gefühl das sie etwas vermissen, zumal sie jetzt bei weitem mehr haben.
Ich rede dabei nicht von materiellen Dingen, sondern wirklich von Freiheiten die sie sich hätten früher nie leisten dürfen.
Vereine, spielen mit Freunden, oder gar bei Freunden übernachten.
Solche Sachen halt, oder einfach mal seine Meinung äußern ohne Angst dafür Ärger zu bekommen.
Ich glaube schon das der Schritt richtig war, aber ich hab halt Angst das sie das irgendwann anders sehen könnten, hab Angst und ich glaub das ist der Knackpunkt
MEINE ANGST

Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Wie gut ich das mit der Angst kenne. Und dazu kommen noch - wie auch in deinem Fall, fast noch schlimmer: diese Schuldgefühle.
Ich kann nicht wirklich über die Situation urteilen, doch ich meine zu "fühlen", dass deine Entscheidung auf jeden Fall richtig war. Sonst hättest du dich nämlich nicht so entschieden...

Auch für die Kinder ist es besser. Lieber eine zufriedene Mutter, denn diese Stimmung fällt ja auf sie zurück, als eine gestresste und unglückliche. Der Vater scheint sich nicht zu kümmern, also ist auch das kein Verlust. Eines Tages werden sie es verstehen. Rede ihnen gegenüber neutral über ihn, du brauchst ihn ja nicht zu schützen oder gutzureden. Einfach sagen, was IST, ohne ihn schlecht zu machen, denn da hat auch niemand etwas davon. Sie können später entscheiden ob sie Kontakt zu ihm aufnehmen (und ihn verstehen lernen) möchten oder nicht, doch dazu müssen sie in ihrem Wunsch frei und unbeeinflusst sein.

Schade, dass deine Familie sich gegen dich gewandt hat. Welch ein Quatsch! Zeugt nicht gerade von Charakterstärke. Deine Entscheidung ist DEINE Entscheidung!, wie immer sie ausfällt. Das sollte von jedem respektiert werden! Es hat schließlich mit dir und deinem Leben und deinen Kindern zu tun. Daher hast du es mit Sicherheit richtig gemacht. Schau nur, wie frei du/ihr euch schon fühlt in der "neuen" Situation.

Die Ängste - lass sie einfach zu, schau sie an, sag "guten Tag" zu ihnen, schau sie ein Weilchen bewusst an, beobachte nur! - und dann sag "tschüss". Sie wollen beachtet werden, wie alle "Wesen", und dann lässt du sie in Frieden wieder ziehen. Versuch es immer wieder.
Mir gelingt das auch nur schlecht, aber es funktioniert auf die Dauer. Meine Schuldgefühle den beiden Katern gegenüber halten sich auch krampfhaft an mir fest, es ist schwierig, sie loszuwerden...
Irgendwann wirst du deutlich erkennen und auch innerlich spüren, dass deine Entscheidung richtig war, achte auf die Zeichen. Dann ist auch die Angst weg. Du kannst sie natürlich genauso gut schon JETZT loslassen. ;-)

Und deine Familie, dein Mann - lass auch sie los. Wenn sie deinen Wert nicht erkennen und respektieren, lass sie, du kannst sie nicht ändern. Das einzige, was du ändern kannst, ist deine Einstellung ihnen gegenüber. Versuche auch hier, ihre Unzulänglichkeit einfach anzunehmen und neutral zu beobachten, so dass es nicht mehr schmerzt. Sie leben ihr Leben, sie haben ihre Art, so wie du deine.

Alles Liebe
Barbara

EngelchenFiona hat gesagt…

Lieben Dank Barbara, eigentlich war es auch genau so geplant, nur dumm das er mich immer wieder ganz bewusst über die Kinder ins Kreuzfeuer zieht.
Er stellt mich vor den Kindern ganz bewusst als Lügnerin und Diebin und ähnliches hin.
Teils merken die Kinder schon von selbst das er sie belügt, doch manchmal stellen sie mich halt doch zur Rede und was soll ich dann tun?
Ignorieren kann ich es ja nicht wenn meine Kinder eine Antwort verlangen.
Es ist schwer immer eine Antwort zu finden die neutral ist, zumal man im ersten Augenblick ja schließlich auch verletzt ist.
Natürlich versuche ich immer ihn nicht schlecht zu machen, das macht er schon ganz allein, nur ist es halt auch so das er mein licht bei den kindern inzwischen sehr beschmutzt hat und ich, gerade weil ich ihn nicht als mistkerl betiteln will teilweise doch recht lange in diesem schlechten licht da stehe.
und er steht da und lacht sich eins